In diesem Artikel erfährst du, was für Auswirkungen es haben kann, in einem wirklich gut gehaltenen Frauenkreis zu sein. Du erfährst, was Kriterien für einen sicheren Raum sind.
Die Wirkung eines sicher gehaltenen Frauenkreises: Heilung, Verbindung und inneres Freiwerden
Frauenkreise sind in den letzten Jahren für viele Frauen zu einem Wort und Ort geworden, das etwas in ihnen berührt. Oft ist es keine klare Entscheidung, eher ein inneres Ziehen. Eine Ahnung. Eine Sehnsucht, die sich nicht immer sofort benennen lässt.
Denn ganz oft kommen Frauen nicht mit einem fertigen Anliegen in einen Frauenkreis. Sie kommen mit einem Gefühl darunter. Mit der Frage, ob Frau Sein heute vielleicht noch mehr bedeuten könnte als das, was sie bisher leben. Ob die Rollen, die sie spielen, wirklich ihre sind. Ob da noch eine tiefere Wahrheit wartet. Eine Echtheit, die nicht angepasst ist, sondern lebendig.
Manchmal ist da Neugier. Vielleicht hat eine Freundin erzählt, dass sie zu einem Frauenkreis geht. Vielleicht wird man sogar mitgenommen und denkt erst einmal: Ich schaue mir das einfach an. Gleichzeitig ist oft auch Vorsicht da. Skepsis. Unsicherheit. Denn niemand weiß wirklich, was einen erwartet, wenn man zum ersten Mal in so einen Raum tritt.
Und nicht selten zeigt sich zuerst etwas, das viele Frauen sehr gut kennen: Erschöpfung. Dieses stille Müde Sein, das entsteht, wenn man lange funktioniert hat. Wenn man stark war, angepasst, verantwortlich, haltend. Und erst unter dieser Schicht wird spürbar, worum es eigentlich geht.
So fühlt sich das also an, in einem Kreis unter Frauen zu sein.
Warum Frauen heute wieder nach Frauenkreisen suchen
Ein sicher gehaltener Frauenkreis ist nicht einfach ein Treffen, bei dem Frauen zusammensitzen und reden. Er ist nicht Smalltalk, nicht Austausch über den Alltag, nicht Analyse. Er ist etwas anderes, weil er einen klaren Rahmen hat. Eine Struktur. Eine Führung.
Ein Kreis wird gehalten. Da ist eine Leitung, die einen Raum öffnet und zugleich schützt. Es gibt meist ein Thema, eine innere Abfolge, einen Anfang und ein Ende. Und gleichzeitig bleibt genug Offenheit, um auf das zu reagieren, was in der Gruppe gerade lebendig ist. Es ist Struktur, die fließen kann.
Das Entscheidende ist: In einem sicher gehaltenen Kreis geht es nicht darum, die alten Geschichten immer wieder zu erzählen. Nicht darum, sich in Details zu verlieren oder die Dramen des Lebens erneut aufzuwärmen. Natürlich können persönliche Erfahrungen geteilt werden, aber der Fokus liegt nicht auf dem Kopf, sondern auf dem Moment.
Wir begegnen uns im Hier und Jetzt. Oft wissen Frauen im Kreis kaum voneinander, welchen Beruf jemand hat, welche Lebensgeschichte, ob Kinder da sind oder nicht. Diese Zuordnungen treten zurück. Und genau dadurch entsteht etwas selten Gewordenes: ein Raum jenseits der Rolle.
Was ein Frauenkreis wirklich ist und warum er so tief wirkt
Wenn eine Frau spricht, wird sie nicht kommentiert. Nicht bewertet. Nicht beraten. Der Raum wird gehalten, einfach so. Emotionen sind willkommen. Trauer darf da sein, Freude, Wut, Zittern, Stille. Und vieles drückt sich nicht nur in Worten aus, sondern im Körper, in Bewegung, in Klang.
Ein Frauenkreis Ritual ist kein Redekreis. Er ist ein Erfahrungsraum. Ein Feld, in dem das Spüren lauter wird als das Erklären. Und oft entsteht dadurch eine sehr klare, sehr konkrete Haltung: nicht dieses „Ach du Arme“, sondern die schlichte Frage: Was brauchst du jetzt.
Diese Erfahrung bleibt nicht im Kreis. Sie wirkt weiter.
Die Wirkung von Frauenkreisen auf Selbstbild und Leben
Was ein sicher gehaltener Frauenkreis bewirken kann, zeigt sich oft nach einigen Wochen oder Monaten sehr deutlich. Ein neues Selbstbewusstsein entsteht. Nicht als aufgesetzte Stärke, sondern als inneres Wissen: Ich kann wirklich so sein, wie ich bin. Ich kann mich zeigen, ohne dafür ausgeschlossen zu werden.
Viele Frauen erleben im Kreis zum ersten Mal, was es bedeutet, Raum einzunehmen, einfach weil sie da sind. Nicht weil sie leisten. Nicht weil sie gefallen. Sondern weil ihr Sein genügt.
Das verändert das Selbstbild. Und es verändert Beziehungen. Denn im Frauenkreis wird etwas geübt, was im Alltag oft schwer fällt: Grenzen. Eine Frau kann Nein sagen, ohne Schuldgefühl. Und sie kann ein Jahr später Ja sagen, wenn es stimmig ist. Beides wird getragen, ohne Druck, ohne Entzug von Zugehörigkeit.
So entsteht eine innere Freiheit, die irgendwann nicht mehr nur innen bleiben kann. Denn wenn wir einmal erlebt haben, dass es anders geht, wird das Alte irgendwann zu eng.
Viele Frauen beginnen, patriarchale Muster und dysfunktionale Dynamiken schneller zu erkennen, in Beziehungen mit Männern, aber auch unter Frauen. Denn auch dort gibt es Wunden, Konkurrenz, alte Verletzungen.
Manchmal kommt darüber Trauer. Weil so vieles anders sein könnte. Und weil im Kreis plötzlich spürbar wird: Es kann anders sein.
Ein sicher gehaltener Frauenkreis krempelt nicht laut das Leben um. Aber sanft. Konsequenter, als man denkt. Allein dadurch, dass eine Frau beginnt, wirklich ihren eigenen Heilungsweg zu gehen.
Woran du erkennst, ob ein Frauenkreis sicher gehalten ist
Doch Sicherheit ist nichts, das einfach da ist. Sicherheit zeigt sich konkret. Ein Kreis ist sicher, wenn eine Frau sich selbst sein darf, ohne ein komisches Gefühl. Wenn sie spürt: Hier muss ich nichts beweisen. Hier werde ich nicht manipuliert. Hier werde ich nicht gedrängt.
Ein gut gehaltener Raum beginnt immer bei der Leitung. Bei einer Frau, die selbst durch Prozesse gegangen ist, die ihre Schatten kennt, die sich begleiten lässt und regelmäßig reflektiert. Ein Raum ist nur so sicher, wie die Bereitschaft der Leitung, Verantwortung zu übernehmen.
Sicherheit bedeutet auch klare Grenzen: keine Fotos ohne Absprache, keine Handys, die den Raum nach außen öffnen. Alles, was geschieht, bleibt im Raum. Jede Übung ist Einladung, nichts ist Zwang. Niemand muss etwas mitmachen, um dazuzugehören.
Traumasensible Sprache ist dabei kein Extra, sondern Grundlage. Kein Müssen. Kein Überfahren. Sondern ein ständiges Fragen: Was ist gerade wirklich stimmig.
Und ja, natürlich gibt es auch Trigger. Frauen sind Spiegel. Manchmal nervt uns jemand. Manchmal bewundern wir jemanden zu sehr. Und auch das darf da sein, nicht als Drama, sondern als Einladung, tiefer zu schauen. Was hat das mit mir zu tun. Wie kann ich dem Ausdruck geben, ohne zu verletzen. Vielleicht in einem Ton. In Bewegung. In Stille.
So wird der Kreis nicht nur ein Ort, an dem man sich wohl fühlt. Sondern ein Ort, an dem Heilung im Frauenkreis wirklich möglich wird.
Einladung: Dein nächster Schritt in die Tiefe
Vielleicht ist es am Ende ganz einfach: Ein Frauenkreis macht uns nicht zu jemand anderem. Er bringt uns zurück. Zurück in den Körper. Zurück in die Wahrheit. Zurück in eine Form von Frau Sein, die nicht Rolle ist, sondern Wesen.
Und wenn ich einer Frau, die noch nie in einem Frauenkreis war, einen Satz mitgeben könnte, dann wäre es dieser:
Sei es dir selbst wert. Denn du findest dich dort selbst, in deiner entspanntesten, freiesten Form.
Wenn du spürst, dass dieser Weg für dich ruft, dann öffnet sich im März ein nächster Raum.
Die Shamanic Women Practitioner Ausbildung startet.
Ein Jahr, das tiefer geht. Ein Weg, der nicht nur erleben lässt, was ein Kreis bewirken kann, sondern dich auch hineinführt in die Kunst, selbst solche Räume zu halten.
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, deinem inneren Ja zu vertrauen.


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